Ätherische Öle für das Manipura Chakra machen Feuer unterm Hintern. Es ist das dritte Chakra und liegt auf Höhe des Solarplexus. Hier geht es um Macht, Ego und Kraft. Es wird auch Nabelchakra genannt, weil es ein paar Zentimeter oberhalb des Bauchnabels liegt. Manipura heißt auf Sanskrit: „Stadt der Juwelen“ – und das ist es auch. Denn wenn das Manipura Chakra im Lot ist, bringst du deine Gaben zum Strahlen – wie Juwelen.

Ich beobachte, dass besonders viele Frauen (und das kenne ich auch sehr gut) ein Problem mit dem Manipura Chakra haben. Macht, Durchsetzungskraft und Führung auszudrücken, wurde seit Jahrhunderten unterdrückt. Eine weibliche Kraft zu entwickeln, die nicht einfach das männliche kopiert ist gefordert. Und viele Frauen glauben, sie sind machtloser als sie tatsächlich sind.

Genauso ist es allerdings bei Männern. Denn wahre Macht ist stark aber nicht unterdrückend. Mit aufgeblasenen Ego Gehabe hat das nichts zu tun. Aber auch nicht mit verweichlichtem Dasein. Wir sind auf einem guten Weg – aber es gibt noch Potenzial nach oben.

Das Manipura Chakra steht auch für das Ego. Hier ist es wichtig zu unterscheiden, dass mit ego-frei nicht eine willenlose Einstellung gemeint ist. Manchmal ist es in der spirituellen Szene geradezu verpönt eigene Vorstellungen zu haben. Dies wird allzu schnell als Ego abgestempelt. Ich unterscheide zwischen Ego in Form Angst, das sich deutlich auch in übersteigerten Machtgebahren äußert. Und gesundem Ego in Form von Selbstausdruck und Lebenslust. Das zeigt sich dann in einer klaren Meinung. Mein Lehrer David Life hat es mal so schön ausgedrückt:

„A person without an Ego is a boring person“.

Im ersten Teil dieser Serie ging es um das Muladhara Chakra. Hier findest du auch Basiswissen zu den Chakren.

Merkmale des  Manipura Chakra 

Das Manipura-Chakra ist mit dem Feuerelement verbunden. Es steht für Antriebststärke und Motivation. Wie und ob du deine Persönlichkeit zum Ausdruck bringst, hängt sehr eng damit zusammen.

Wie du erkennst, ob dein Manipura Chakra in Balance ist

Körperlich stehen die Bauchorgane, die Verdauungorgane und die Bauchmuskulatur mit dem Manipura Chakra in Verbindung. Aber auch die Haut und die generelle Muskulatur. Im Rücken der Lendenwirkbelbereich. Auch das vegetative Nervensystem wird mit dem Manipura Chakra in Verbindung gebracht.

Ist dein Manipura Chakra ausbalanciert, bist du energetisch und vital. Dein Energiehaushalt ist im Lot und du drückst dich aus. Du hast Drive und bist diszipliniert und integer. Kritik kannst du annehmen und daran wachsen. Deine Umwelt nimmt dich als selbstsicher und innerlich gelassen wahr.

Das Setzten von gesunden Grenzen fällt dir leicht und du kannst dein Verhalten selbstkritisch reflektieren. Statt in einem einheitlichen Meinungsstrom rumzueiern, bist du selbstbewusst und vertrittst deine eigene Meinung, die du auch ausdrückst. Freundlich versteht sich. Brüllst du rum, ist das Chakra noch im Wutmodus und die Schatten dieses Chakras müssen integriert werden. Wut, Frust, depressive Gefühle werden mit diesem Chakra in Verbindung gebracht.

Denn ist es nicht ausbalanciert dominieren Gefühle wie Machtlosigkeit und Wertlosigkeit. Du hast Probleme deinen inneren Schweinehund zu überwinden und ins Handeln zu kommen. Du kannst dich nicht entscheiden und wägst ständig ab. Generell nimmst du eher eine passive Haltung an.

In der Yogapraxis gelten alle bauchkräftigende Sequenzen und Twists als unterstützend für das Manipura Chakra.

Ätherische Öle, die dein Manipura Chakra unterstützen

Ätherische Öle, die du nutzen kannst, um das Manipura Chakra zu harmonisieren, sind Öle, die dich energetisieren und deine Mitte stärken. Hilfreich sind auch ätherische Öle die das Verdauungsfeuer unterstützen und die erhebend und motivierend wirken. Deshalb sind dies auch oft Öle, die aus Pflanzen und Gewürzen kommen, die auch in der Küche genutzt werden.

Du kannst die Öle auf verschiedene Arten anwenden: verdünnt auf der Haut z.B. im Massageöl oder im Roll-On mit einem Trägeröl und im Diffuser.  

Wenn du die Öle speziell für die Unterstützung der Chakren anwendest, dann kannst du sie bewusst – in dem damit in Verbindung stehenden Bereich – auftragen (kein Kontakt zu Schleimhäuten bzw. Augen).

Für das Manipura Chakra z.B. in der Bauchregion, im Lendenwirbelbereich – oder alternativ: an den Handgelenken (Pulspunkte), hinter den Ohren und unter den Füßen.

Ich empfehle die ätherischen Ölen von dōTERRA. Die Qualität und Konzentration ist besonders hochwertig. Wenn du andere Öle wählst, beachte die individuellen Herstellerangaben.  

Black Pepper – das Öl der Entlarvung

Black Pepper kennen viele als Gewürz. Das ätherische Öl duftet etwas feiner, kann aber auch zum Würzen von Speisen verwendet werden. Es hat wärmende Eigenschaften und ist reich an Monoterpenen und Sequiterpenen, die für antioxidativen Fähigkeiten bekannt sind.

Black Pepper unterstützt die Zellfunktion und stimuliert das endokrine System (Hormonsystem). Es gilt als verdauungsfördernd und anregend. Generell gilt als förderlich für Wachsamkeit und Ausdauer. Vor dem Schlafen sollte es deshalb nicht angewendet werden.

Emotional steht es dafür Masken abzulegen, die ja nur existieren um Dinge und Verhaltensweisen zu kaschieren, die du als nicht liebenswert ansiehst und die deshalb unterdrückt werden. Je mehr diese Gefühle verdrängt werden, desto mehr Kraft fehlt für andere Dinge. Black Pepper gilt als unterstützend emotionale Ehrlichkeit zu kultivieren und mutig motivierte Handlungen umzusetzen.

Der Name Black Pepper leitet sich vom Sanskrit Begriff: marich, “Sonne” ab. Es gilt als ein Öl, das viel Sonnenenergie gespeichert hat und den mentalen Körper anregt. Dies gilt als unterstützend dabei alte zu strikte und rigide Muster loszulassen, um Ideen auf eine neue Art und Weise zum Ausdruck zu bringen.

Black Pepper kannst du verdünnt mit einem Trägeröl nutzen. Zum Beispiel wenn du zuviel gegessen hast. Oder auch ganz bewusst, um das Manipura Chakra anzuregen und in die Gänge zu kommen (zum Beispiel nach einem Mittagsschlaf). Dafür kannst du es verdünnt unter die Fußsohlen geben. Black Pepper eignet sich besonders gut auch im Diffuser für eine würzige Note. Es fördert mentale Klarheit und Aufmerksamkeit. Ich mische es gern mit Wild Orange oder Cedarwood aber auch mit blumigen Düften wie Geranium.

Affirmation: Ich erkenne meine Macht an und bringe damit positive Dinge in die Welt.

  • nicht für Kinder unter 6 Jahren. Bei älteren Kindern stärker verdünnen.
  • Bei Anwendung auf der Haut soll Black Pepper mit Achtsamkeit verwendet werden, da es ein starkes Wärmegefühl hervorrufen kann.

Cardamon – das Öl der Objektivität

Cardamon ist ein herrlich würziges und erfrischendes Öl. Der Duft motiviert. Er gilt als förderlich, um neue Perspektiven und Verständnisse zu eröffnen, alte Muster wie Starrheit und die Neigung zur Bewertung loszulassen und mit anderen zu kooperieren.

Emotional wirkt es ermutigend, energetisierend und erhebend. Gerade in Zeiten in denen Frustration oder Wut vorherrscht. Es gilt als unterstützend dabei diese intensiven Gefühle zu verdauen und die Energie wieder zum Solar Plexus zurückzuführen. Emotional geht es darum nicht andere verantwortlich zu machen, sondern die Verantwortung für die Gefühle wieder anzunehmen und im Solar Plexus zu integrieren.

Aufgrund eines hohen Cineolgehalts kann es auch bei Atemwegsproblemen hilfreich sein.

Ich liebe einen Tropfen Cardamon im Kaffee – meistens nachmittags. (Cardamon gilt auch als basisch). Aber auch im Diffuser oder in einem Öl kann es wunderbar angewendet werden. Zum Beispiel mit Citrus Bliss, Bergamotte, oder Wild Orange.

Affirmation: Ich akzeptiere was passiert und mache den nächsten Schritt.

  • nicht für Kinder unter 6 Jahren. Bei älteren Kindern stärker verdünnen.

Zitrone – das Öl des Fokus

Zitrone hat ein belebendes, energetisierendes Aroma, das Gefühle der Leichtigkeit und Freude fördert. Es macht wach und fördert den Fokus.

Emotional gilt es als unterstützend dabei Selbstverurteilung loszulassen und ein gesundes Selbstbewusstsein wieder herzustellen. Es fördert Gefühle von Freude und Glück und steht für Energie, Selbstbewusstsein und Wachheit. Zwischendurch einfach mal an der Zitronenflasche zu riechen, macht frisch und wach.

Im Trinkwasser wirkt Zitrone erfrischend und energetisierend. Es wirkt auch basisch, was gut nach körperlicher Anstrengung ist. Du kannst es auch im Diffuser (zum Beispiel mit Rosmarin) oder auf der Haut verdünnt anwenden.

Ich vertraue mir und gehe mutig voran.

  • fototoxisch, nicht in der Sonne anwenden 

 Wenn dich dōTERRA Ölen interessieren

Wenn du dōTERRA Öle gern selbst ausprobieren möchtest: Hier findest du alle Informationen, wie du sie ganz einfach bestellen kannst. Wenn du Fragen hast, schreibe mir gern. 

Hast du Erfahrungen mit ätherischen Ölen und den Chakren gemacht?

Herzlich 

Heike

Hier findest du Termine für den nächsten Workshop zum Thema ätherische Öle.

Weiterführende Buchtipps*:

  1. The essential Guide to Aromatherapy and Vibrational Healing: Margaret Ann Lembo = ein wundervolles Buch, das auf 60 Öle und ihre Wirkungen u.a. mental, spirituell, energetisch eingeht. Ich nutze es immer wieder zum Nachschlagen.
  2. Chakren, die sieben Zentren von Kraft und Heilung: Caroline Myss = ich bin ein riesengroßer Fan von Caroline Myss und der Meinung: dies ist das beste Buch, das es über die Chakren gibt. Im Englischen heißt es: Anatomy of the Spirit, was deutlich treffender ist.

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