Mind

Wie du Zweifel in Entscheidungen verwandelst

Entscheidungen. Oh, sie können so richtig an den Nerven sägen. Erst kürzlich hatte ich 5 Entscheidungen, die ich treffen wollte. Immer wieder, wenn ich mir sicher war:  Ja, jetzt weiß ich es. Ich sage „Ja zu A“ kam eine laute Stimme: „wähle B“, oh nee. Und dann war es um mich geschehen. Ein offener Loop. A wäre gut, aber B ist auch nicht schlecht, usw. usf. Das fiese an der Sache.  Wenn du den – ich nenne es mal „Entscheidungspunkt“ – verpasst, ist es um dich geschehen.

Ein Gedankenloop voll in Aktion. Diese Loops sind wie ungebetene Mitbewohner.  Sie nisten sich ein und wollen nicht mehr ausziehen. Und sie vermiesen dir gehörig die Stimmung.

Das Schöne: genauso schnell wie solche Gedankenloops antrainiert sind, lassen sie sich auch wieder umtrainieren. Heißt soviel wie: Entscheidungen treffen, lässt sich lernen. Und es gibt kleine Hilfen auf dem Weg.

Münze werfen und gucken: was sagt das Gefühl

Klingt etwas verrückt, kann aber tatsächlich helfen. Diesen Tipp habe ich von Gabby Bernstein übernommen. Wirf eine Münze. Sage vorher A ist Kopf, B ist Zahl beobachte ganz genau das allerallererste Gefühl, das bei dir aufkommt. Denkst du: „hell yes, ich wusste es ja eh“, oder „denkst du nee, also das andere wäre doch besser gewesen“. Nutze die Information deiner Intuition.

Was würde Mut/Liebe wählen?

Sehr häufig entstehen Zweifel aus Angst. Angst unsere Sicherheit zu verlieren, Angst die falsche Entscheidung zu treffen, Bedenken, die eine Entscheidung ist schlechter als die andere. Und die Unsicherheit: werden wir es am Ende bereuen? Die Liste geht endlos weiter. Frage dich mal ganz bewusst: wie würde ich entscheiden, wenn ich mutig wäre, bzw. was würde Liebe wählen. Nutze das Wissen, das sich spontan zeigt. D.h. nicht kopflos dein Bedürfnis nach Sicherheit zu verwerfen, aber wenn Du z.B. häufig Entscheidungen aus Sicherheit heraus triffst und generell das Gefühl hast, dein Leben könnte etwas aufregender sein, ist das ein sehr nützlicher Hinweis. Dann geht es nur noch darum mit der Angst voranzuschreiten in dem Wissen:

Zeitnah Entscheidungen treffen

In Handlung liegt Magie. Sich nicht zu entscheiden, blockiert deine Handlungskraft. Bei weitreichenden Entscheidungen macht etwas Nachdenken und das Zusammentragen von Informationen durchaus Sinn. Aber irgendwann muss eine Entscheidung getroffen werden, denn das setzt Kraft frei. Ansonsten bleibt die Energie regelrecht gefangen in deinem System. Das ist sehr frustrierend.
Tatsächlich kannst du dir nie wirklich sicher sein, die richtige Entscheidung zu treffen, aber vertraue, dass dich die Entscheidung, die du triffst so oder so weiterbringt.

Ich habe mir mittlerweile angewöhnt feste Termine zu setzen bis ich die Entscheidung getroffen habe, damit ich nicht ewig im Zweifel festhänge.

Decision is a risk rooted in the courage of being free. Paul Tillich

Das Festgefahren sein in Zweifeln und Aufschieberitis von Entscheidungen hingegen, hält deine gesamte Energie fest. Meist wieder aus der Angst heraus, die falsche Entscheidung zu treffen. Aber Abwarten und Tee trinken hat auch auch wieder Konsequenzen, vor allem wenn Unsicherheit und Zweifel der Grund sind.

Ich wünsche dir viel Entscheidungskraft.

Übrigens bedeutet Entscheidungen zu treffen nicht automatisch aktiv zu werden. Es kann auch die Entscheidung sein mal einfach gar nichts weiter zu tun.

xx Heike

Foto: www.yvonneschmedemann.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.